Merkwürdige Zeiten zurzeit

Posted: 17/06/2010 in Blog

Am Samstag muss ich leider für eine Woche wieder in die alte Heimat. Meine Mutter sollte sich eigentlich um Omma (89 Jahre, aber noch ziemlich gut drauf) kümmern, weil Onkel und Tante für eine Woche anlässlich ihrer Silberhochzeit im Urlaub sind. Nun muss ich hoch, um mich um Omma und Muttern zu kümmern, weil Muttern am Dienstag gestürzt ist, sich die Kniescheibe dabei gebrochen hat und gestern operiert wurde. Gaaaanz toll! Meine Mum hat es seit einiger Zeit eh drauf: OP im November wegen Venenverschluss in der Leiste, Anfang März böser Sturz (pupillenerweiterten Tropfen und grelle Sonne passen nicht gut zueinander) mit einem abgebrochen Zahn und üblen Verletzungen im Gesicht (einmal am Bordstein entlanggeschrammt) und nun die Kniescheibe – auch ein Bordsteinunfall. Ihr geht es schon wieder ganz gut, heute musste sie bereits raus aus dem Bett und Gehübungen mit Krücken vollbringen. Klappte auch recht gut. Mein Freund muss leider am Sonntag wieder zurück, nächste Woche steht ein Arbeitsamttermin und Vorstellungen bei zwei Personalagenturen an. Ihn hier alleine zu wissen, gefällt mir nicht. Aber watt sein mutt, mutt sein. Zum Glück habe ich eine mobile Internetverbindung, so dass ich, egal wo ich in Deutschland bin, auch ins Internet komme. Falls ich überhaupt dazu komme, denn meine Mutter könnte schon am Samstag, spätestens am Dienstag entlassen werden. Wenn sie das Notebook sieht, komme ich wieder nicht dran. Dann will sie wieder zocken. Leider kann ich mir ein Netbook zurzeit nicht leisten.

Seit ein paar Wochen unbewusst und heute habe ich wirklich bewusst registriert, dass sich in meiner Arbeitsumgebung einiges für mich verändert hat. Und das in positiver Hinsicht. Leute, die mich in den letzten zwei Jahren noch nicht einmal mit dem Arsch angesehen haben, grüßen mich, reden mit mir, scherzen, sind hilfsbereit – im Sinne des Servicegedankens. Irgendwie irritiert mich das, dem Braten mag ich nicht recht trauen. Ich habe auch keine Ahnung, wie es dazu gekommen ist. Nun, deren schlechtes Benehmen hat mich zwar ganz schön fertig gemacht, ich habe es ihnen allerdings nie gleichgetan, bis auf drei Fälle. Ich habe akzeptiert, dass ich dort kein Bein an die Erde bekomme, bin meinen Weg gegangen und habe mich von allem, soweit ich konnte, distanziert, mich herausgehalten. Und das werde ich auch weiterhin tun. Diese Arbeitsumgebung ist für mich unten durch, daran wird sich nichts mehr ändern. Die Bewerbung in eine räumlich andere Abteilung habe ich abgegeben. Vielleicht ist mir Fortuna mir endlich einmal wieder hold.

Kommentare
  1. psychoMUELL sagt:

    los schreib mal wieder was!gerne auch als email!

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